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STERILISATION
 

Sterilisations-Operation beim Mann (Vasektomie)


Wenn der Kinderwunsch erfüllt ist, wird üblicher Weise der Frau die Verantwortung für die weitere Verhütung übertragen. Sie soll entweder die Pille nehmen oder sich sterilisierenlassen. 

Dies muß aber nicht zwangsläufig so sein und bleiben.

Mit der Sterilisation beim Mann haben wir eine einfache und dauerhafte Lösung des Verhütungs-Problems bei geringstem Risiko und größtem Effekt. 

Die beiden Hoden beherbergen 2 Organe mit ganz unterschiedlichen Funktionen:
- Die Produktion der männlichen Fortpflanzungs-Zellen (Samenzellen = Spermien)
- Die Produktion des männlichen Sexual-Hormons Testosteron


Bei der Sterilisations-Operation mit Durchtrennung beider Samenstränge (= Vasektomie) wird nur die erste der beiden Organfunktionen zerstört: Die Herstellung von Spermien.

Die Produktion von Testosteron mit Abgabe ins Blut wird nicht beeinträchtigt. Damit bleiben alle Sexual-Funktionen, die Testosteron-abhängig sind, erhalten: Libido, Erektion und Ejaculation.


Von den Hoden aus verläuft der Samenstrang rechts und links in die Leiste, windet sich unter der Bauchdecke wieder nach unten durch die Prostata und verbindet sich hier mit derHarnröhre

Die Samenzellen (Spermien) werden über die beiden Samenstränge und zum Schluß über den gemeinsamen Weg über die Harnröhre nach außen befördert. Auf diesem Weg wird in der Prostata die Samenflüssigkeit hinzugefügt, die den allergrößten Teil des Samenergusses ausmacht.

Bei der Sterilisations-Operation werden nun die beiden Samenstränge an der Rückseite des Hodensacks rechts und links aufgesucht, jeweils ein kleines Stück entfernt und die Enden unterbunden
Es entsteht ein Abfluß-Hindernis für die Spermien, so daß durch den leicht erhöhten Gewebsdruck die Produktion von Spermien unterbrochen wird. Die Samenflüssigkeit wird weiter in der Prostata hergestellt. Da in ihr aber keine Spermien mehr vorhanden sind, ist diese Samenflüssigkeit nicht zur Fortpflanzung fähig. Rein äußerlich ist eine normale Ejakulation vorhanden, sie ist etwas flüssiger – aber das fällt normaler Weise nicht auf.

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Die Sicherheit der Operation ist sehr hoch. Die Fortpflanzungs-Fähigkeit besteht zu über 99%nicht mehr. Wenn Schwangerschaften auftreten, sind meist operative Fehler der Grund, die bei richtiger Technik sicher zu vermeiden sind.

Nach der Vasektomie muß man etwa 2 Monate noch andere Verhütungsmaßnahmenergreifen, da fortpflanzungsfähige Spermien in den Samenbläschen oder der Prostata noch vorhanden sein können. 

Anschließend muß ein Spermiogramm gemacht werden. Wenn das Ergebnis „steril“ lautet, sind keine Verhütungsmaßnahmen mehr sinnvoll. Eine Fortpflanzungsfähigkeit ist dann mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr gegeben.

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Sehr wichtig ist, daß man sich als Mann nur dann sterilisieren lassen soll, wenn man eine Familie mit Kindern hat und ein weiterer Kinderwunsch nicht mehr besteht.

Eine Korrektur ist praktisch nicht mehr möglich, und wenn nur mit sehr hohem Aufwand und mit zweifelhaftem Erfolg.
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Zusammenfassend ist die Vasektomie ein hoch effektives, einfaches Verfahren, daß in einer stabilen Partnerschaft mit Familie und Kindern sehr zu empfehlen ist.

Der Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt, Lokalanästhesie ist auch möglich, aber für Patient und Operateur unkomfortabel und nicht streßfrei.

1 Stunde nach der Operation kann der Patient wieder nach Hause gehen. Am nächsten Tage sind schon alle Tätigkeiten des Alltags wieder möglich, außer größere körperliche Anstrengung und Sport.

Arbeitsunfähigkeit besteht höchstens 3 Tage, eher kürzer.

Sexuelle Enthaltsamkeit ist für 8 – 10 Tage zu empfehlen, weil es sonst Schwellungen und Schmerzen geben könnte.

Die Sterilisations-Operation ist medinisch nicht notwendig und stellt eine Wunsch-Operation zur Vereinfachung des Verhütungs-Aufwandes dar. Sie wird daher weder von den gesetzlichen, noch von den privaten Krankenkassen bezahlt. 

Die Kosten belaufen sich einschließlich der Anästhesie und Nachbehandlung als Pauschal-Preis um ca. 500 €.

Weitere Details und spezielle Fragen beantworten wir gerne in einem Aufklärungsgespräch.


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